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Der große IQOS Testbericht

Anfang 2017 brachte der Tabakkonzern und Marlboro-Erfinder Philip Morris IQOS auf dem Markt. Die Ambitionen sind groß, nichts Geringeres als die Revolution des Rauchens verspricht Philip Morris mit dem neuen Tabak-Verdampfungs-System. Wir gehen der Sache auf den Grund und haben IOQS für Sie ausführlich auf Herz und Nieren geprüft. Alle Vor- und Nachteile finden Sie in diesem IQOS-Testbericht.

Was ist IQOS?

IQOS ist ein Akronym und steht für „I Quit Ordinary Smoking“ (zu deutsch so viel wie „Ich höre mit dem normalen Rauchen auf“). Damit wird die Marschrichtung sofort klar. Der klassischen Zigarette geht es an den Kragen. Philip Morris hat bereits angekündigt, in (ferner) Zukunft keine klassischen Zigaretten mehr verkaufen zu wollen. An dessen Stelle tritt IQOS. Dabei handelt es sich um einen kleinen elektronischen Stick (genannt Holder), in dem kleine Tabak-Sticks soweit erhitzt werden, dass Rauch entsteht, der wie bei einer normalen Zigarette eingeatmet wird. Die Tabak-Sticks, „HEETS from Marlboro“ genannt, ähneln dabei einer kurzen Zigarette mit Filter. 

Der Clou der IQOS: der Tabak wird durch ein patentiertes Heat-Control-System auf nur 300 - 350°C erhitzt. Dadurch entstehen wesentlich weniger Schadstoffe als bei einer normalen Zigarette, in der der Tabak bei über 600°C verbrannt wird. Laut Studien von Philip Morris werden einige Schadstoffe im Vergleich zur klassischen Zigarette um 90 bis 95% reduziert.

Es handelt sich bei IQOS also um eine Art Hybrid zwischen klassischer Zigarette und E-Zigarette.

Das IQOS-Kit

Das IQOS-System wird in einem sehr schönen und hochwertigen Starter-Kit geliefert. Es fällt auf, das Philip Morris hier sehr viel Wert auf Qualität und eine moderne, saubere Anmutung legt. Wir hatten eher den Eindruck hier ein iPhone oder ein anderes hochwertiges Smartphone auszupacken und nicht ein Produkt für Raucher. Sehr schön! Das Gerät wird übrigens in Europa gefertig, genauer gesagt in Italien.

Nach dem Öffnen des Deckels fallen einem zunächst die beiden Hauptbestandteile der IQOS ins Auge: Der stiftähnliche Holder und der handliche Pocket Charger. 

Der Holder

Der Holder nimmt den Tabak-Stick auf und erhitzt ihn mit Hilfe eines Heizplättchens auf über 300°C. Er dient also im weitesten Sinne als Zigarettenersatz. Nicht von ungefähr hat er eine ähnliche Form. Das Gerät liegt gut in der Hand und ist dabei schön leicht und handlich.

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Der Pocket-Charger

Der Pocket-Charger ist die Aufbewahrungsbox für den IQOS Holder. Aber nicht nur das. Der Pocket-Charger schützt den Holder nicht nur vor Beschädigung sondern lädt ihn gleichzeitig auch auf. Insgesamt 20x kann die Box den Holder aufladen, bevor sie selbst per USB-Kabel wieder aufgeladen werden muss. Somit hat der Pocket-Charger genug Saft für eine ganze Schachtel HEETS. Im Praxistest hat das bei uns auch ganz hervorragend funktioniert. Man muss sich also keine Sorgen machen, dass einem mal der Strom ausgeht.

Eine weitere wichtige Funktion sei noch erwähnt. Nach 20 Anwendungen übernimmt der Pocket Charger auch die Aufgabe, den Holder automatisch zu reinigen, wenn dieser im Charger steckt.

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Zubehör

Komplettiert wird das IQOS Starter Kit durch ein USB-Ladegerät und ein Reinigungsset. Neben der automatischen Reinigung durch den Pocket Holder empfielt Philip Morris die manuelle Reinigung nach 20 Anwendungen. Dafür liegt eine kleine Bürste und einige Reinigungssticks bei.

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So funktioniert IQOS - Das Rauchen

Genug der langen Vorrede. Jetzt kommen wir zur alles entscheidenden Frage: Wie raucht es sich mit IQOS und wie praktisch ist das System im Alltag? Wir zeigen die genaue Abfolge mal Schritt für Schritt:

1. Holder aus dem IQOS Pocket-Charger nehmen.

2. HEETS Stick bis zur aufgedruckten silbernen Linie in den Holder einstecken.

3. Holder aktivieren, in dem man etwas länger auf die Taste drückt. Es dauert dann ca. 20 Sekunden, bis der Tabak aufgeheizt ist. Man erkennt den Heizvorgang an der blinkenden LED.

4. Sobald die LED durchgehend leuchtet, kann man mit dem Rauchen beginnen. Dazu zieht man mit dem Mund einfach am Filter des HEETS Sticks. Die Hitze reicht für 6 Minuten oder 14 Züge. Wenn die LED-Anzeige orange blinkt, bleiben einem noch 30 Sekunden oder 2 Züge, bis sich das Gerät abschaltet und der Rauchvorgang beendet ist.

5. Der Holder schaltet sich nach dem Rauchvorgang automatisch aus.

6. Den verbrauchten Tabak-Stick kann man herausziehen und im Restmüll entsorgen. Man sollte darauf achten den Tabak-Stick gerade herauszuziehen und nicht zu drehen. Man könnte sonst das Heizblatt im Holder beschädigen.

7. Abschließend steckt man den Holder zurück in den Pocket-Charger, damit er für den nächsten Rauchvorgang aufgeladen wird.

Das war es schon. Auf den ersten Blick mag es nach einer recht komplizierten Abfolge von Schritten aussehen. In der Praxis zeigt sich aber schnell, dass es sehr leicht und intuitiv von der Hand geht. Personen, die sich selbst für nicht so technik-affin halten, brauchen ebenfalls keine Berührungsängste haben. Die Bedienung einer normalen Fernbedienung ist meist komplizierter. Und die IQOS-Technik hat auch Vorteile, so entfällt z.B. die ständige Suche nach Feuerzeugen oder Streichhölzern. ;-)

Wie schmeckt IQOS? Vergleich zur klassischen Zigarette

holder-mit-stick-smallFür viele Raucher klassischer Zigaretten ist IQOS vermutlich schon alleine wegen der verringerten Schadstoffmengen interessant. Als langjähriger Zigarettenraucher muss ich sagen, dass ich mich persönlich nie mit E-Zigaretten anfreunden konnte. Daher war ich sehr gespannt auf IQOS.

Das „Feeling“ bei der Nutzung des IQOS kommt dem klassischen Rauchen schon sehr nahe. Der Geschmack ist sehr ähnlich. Nur der Geruch von verbranntem Tabak fehlt. Für den einen oder anderen Raucher mag das ein Nachteil sein, weil dadurch das gesamte Geschmacks- und Geruchserlebnis ein etwas anderes ist. Auf der anderen Seite: ich kann sehr gut darauf verzichten. Wer mag schon den Geruch von abgestandenem Rauch im Raum, an der Kleidung oder aus dem Mund?

Es sei vielleicht noch erwähnt, dass der Nikotin-Gehalt der HEETS Sticks 0,5 mg beträgt und damit ungefähr auf dem Niveau der leichten Marlboro Gold liegt. In dem Punkt gibt es also kaum Unterschiede. Auch der Preis der Tabak-Sticks ist vergleichbar mit klassischen Zigaretten. Die Packung mit 20 Sticks gibt es für 6,00 €.

Fazit

Nach einer Woche im Dauer-Test kann ich ein durchaus positives Fazit zur IQOS ziehen. Ich bin kein Freund von E-Zigaretten und war daher anfangs etwas skeptisch, was die Technik der IQOS betrifft. Die Handhabung war aber erstaunlich leicht, alle erforderlichen Schritte und Handgriffe waren schnell erlernt. Nach ungefähr zwei Tagen fühlte sich alles sehr gewohnt an und ich habe die klassische Zigarette ab dem Zeitpunkt nicht mehr wirklich vermisst. Lediglich den Geruch von frisch verbranntem Tabak fehlt mir hin und wieder. Für mich persönlich wird dieses "Manko" aber durch die geringe Schadstoffmenge der HEETS mehr als wettgemacht. Ich werde bei der IQOS bleiben, auch wenn ich auf der einen oder anderen Party auch mal wieder auf klassische Zigaretten zurückgreifen werde. ;)

Vorteile:

  • weniger gesundheitsgefährdende Stoffe als bei einer klassischen Zigarette
  • schmeckt wie eine klassische Zigarette
  • handlich und unkompliziert in der Bedienung
  • lange Akkulaufzeit dank Pocket Charger

Nachteile:

  • leichter als eine E-Zigarette aber trotzdem schwerer als klassische Zigaretten
  • kein Rauch-Geruch (für andere kein Nachteil ;)
  • keine Kostenersparnis zur klassischen Zigarette

 

Schreibt uns gerne eure Erfahrungen mit IQOS und HEETS in die Kommentare! Wir sind gespannt auf eure Meinungen!

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